Iris Hofmann

Motivsucher

Rote, leere Rahmen hängen in einer Weide am Flussufer.
Sie befinden sich in Griff- und Blickhöhe und laden Besucher dazu ein, mit ihnen zu interagieren.

Die Rahmen können bewegt und gehalten werden. Die Arbeit versteht sich als Einladung zur verlangsamten Wahrnehmung. Natur wird nicht dargestellt, sondern unmittelbar erfahren. Die Rahmen funktionieren als Motivsucher innerhalb der Landschaft. Der Blick wird gelenkt, fokussiert und gleichzeitig hinterfragt: Was wird sichtbar? Was wird zum Bild? Was verdient Aufmerksamkeit?

Der eigentliche Inhalt der Rahmen ist nicht materiell.
Es sind Ausschnitte der Umgebung wie Lichtreflexe auf dem Wasser, bewegte Zweige, Wind und Schatten, Vergänglichkeit. Jeder Besucher komponiert sein eigenes Bild der Landschaft.

„Frames of Nature“ untersucht die Beziehung zwischen Natur, Wahrnehmung und Bildkultur. Der klassische Bilderrahmen wird aus seinem musealen Kontext gelöst und in die offene Landschaft übertragen.

Die Installation verändert sich mit Wetter und Tageszeit. Sie existiert im Zusammenspiel mit dem Ort und durch die aktive Beteiligung der Besucher.